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MESTEMACHER PREIS MANAGERIN DES JAHRES



MESTEMACHER PREIS MANAGERIN DES JAHRES



Ines KolmseePorträt der Preisträgerin des
MESTEMACHER PREISES MANAGERIN DES JAHRES 2013



DIE STRATEGIN - Ines Kolmsee,
Vorstandsvorsitzende SKW Stahl- Metallurgie AG

von Prof. Dr. Ulrike Detmers





Zielorientierte Führung und der Leitsatz „Geht nicht - gibt’s nicht!“ scheinen Ines Kolmsee in die Wiege gelegt worden zu sein. Sie hat Chancen ergriffen und das Beste draus gemacht. Die Top-Managerin sagt dazu: “Der Mensch wächst mit den ihm gestellten Aufgaben.“
Ines Kolmsee ist seit 2004 in der Geschäftsführung der heutigen SKW Stahl-Metallurgie Holding AG. Im Jahr 2006 erfolgt die Umwandlung der ehemaligen GmbH in eine AG. Ines Kolmsee wird zur Vorsitzenden des Vorstands bestellt. Sie ist verantwortlich für Strategie, Human Resources, Investor und Public Relations, Legal sowie Operations.
Die SKW Stahl-Metallurgie Holding AG zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Spezialchemie für die Stahlindustrie. Als Ines Kolmsee im Jahre 2004 die Führung der Gesellschaft übernimmt, produziert das Spezialchemieunternehmen an 3 Produktionsstandorten weltweit und erzielt einen Umsatz von 160 Mio. Euro. 2012 gibt es weltweit 18 Produktionsstandorte und mit den Produkten der Spezialchemie werden 404,6 Mio. Euro Umsatz realisiert. Das Umsatzwachstum ist auf das Erschließen neuer Märkte u. a. in Brasilien, Bhutan, USA und China zurückzuführen. Ihren Hauptsitz hat die Gesellschaft in Unterneukirchen bei München.
Die sprachbegabte Frau, die vier Sprachen spricht, studiert von 1990 bis 1994 Energie- und Verfahrenstechnik und schließt ihr Studium mit dem Dipl. Ingenieur an der TU Berlin ab. Anschließend wechselt sie zur Ecole des Mines de St. Etienne in Frankreich. Sie beendet das dortige Studium als Ingenieur Civiles des Mines. An einer der weltweit größten und renommiertesten Business Schools, dem Institut Europeen d’Administration des Affaires - kurz INSEAD - in Fontainebleau, schließt Ines Kolmsee mit dem MBA ab.
Berufserfahrungen hat sie damals bereits gesammelt. Sie war Projektmanagerin mit nationalem und internationalem Verantwortungsbereich für ein Startup-Unternehmen im Telekommunikationsbereich. Danach wechselte sie in die Unternehmensberatung, zu A.T. Kearney. Als Senior Associate beriet sie als Projektleiterin mehrere Jahre Großunternehmen u.a. in der Energieversorgung in den Ländern Deutschland, Dänemark, Österreich und den USA. Beim Telekommunikationsanbieter Ericsson setzt sie ihre internationale Top-Managementlaufbahn fort. Sie ist im internationalen Großkundenvertrieb tätig. Im Anschluss wechselt sie als Geschäftsführerin Finanzen zu einem lokalen Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen, der Completel, die kurz darauf von Versatel International übernommen wird. Bei Arques Industries AG in Starnberg führt Ines Kolmsee das Finanz- und Betriebscontrolling ein, verantwortet dort erste Kapitalerhöhungen, erarbeitet Due Diligence Checklisten und unterstützt große Due Dilligences.

Wie bereits erwähnt ist die herausragende Spitzenmanagerin von 2004 bis heute in der obersten Leitungsstelle der SKW Stahl-Metallurgie AG. Ihr Aktionsradius erstreckt sich auf Deutschland, Frankreich, USA, Korea, Japan, Indien, China, Mexiko, Bhutan und Brasilien. Sie restrukturiert die Gesellschaft und richtet diese kontinuierlich auf Wachstum aus: Sie steigert den Gewinn von 0 auf 32 Mio. Euro, den Umsatz von 160 Mio. auf ca. 420 Mio. Euro sowie die Mitarbeiterzahl von 220 auf ca. 1.000.

Zusätzlich engagiert sich Frau Kolmsee als Mitglied des Aufsichtsrates der Firmen Fuchs Petrolub AG (Deutschland) und Umicore S.A. (Belgien). Des Weiteren ist sie Mitglied des Außenwirtschaftsbeirates des BMWi und President des National Councils Germany der INSEAD.

Ich traf die diesjährige Preisträgerin des MESTEMACHER PREISES MANAGERIN DES JAHRES zum ersten Mal 2010 beim Führungskräftetreffen WIRTSCHAFT der Süddeutschen Zeitung hier genau an diesem Ort, im großen Ballsaal des ADLON Kempinski Hotels. Wir waren beide Referentinnen und abends Dinner-Gäste des Veranstalters, Süddeutsche Zeitung. Bereits damals standen Sie, liebe Frau Kolmsee, ganz oben auf meiner Liste potentieller Preisträgerinnen. In diesem Jahr tauchte Ihre beeindruckende VITA auf in Empfehlungsunterlagen des exklusiven Business Netzwerks für Frauen im Top-Managements. Das Netzwerk trägt den Titel „Generation CEO“.1

Wir einigten uns in der Auswahlkommission auf Sie, liebe Frau Kolmsee. Wir haben mit Ihnen erneut ein ausgezeichnetes Vorbild gefunden, dass Frauen Mut macht, es Ihnen gleich zu tun.

Stereotype und Klischees prallen an Ihnen ab. Sie bezeichnen sich selbst als „offensiver Mensch“, der auch angreifen kann, wenn’s nicht anders geht. Ihnen ist es wichtig, Unterschiedlichkeiten zu respektieren und gewinnbringend zu nutzen. Sie benutzen dazu das wie Sie sagen „Kuckucksnest-Syndrom“ und bringen damit zum Ausdruck, dass weniger auf die gehört werden sollte, die am lautesten schreien, sondern auf die, die sich mit leiseren Zwischentönen zu Wort melden. Ihren Führungsstil bezeichnen Sie als einfühlsam und fordernd zugleich. Sie sind ein Mensch, der Aufgaben entschlossen und vernünftig anpackt und zu Ende bringt. Sie können nie genug lernen. Sie wollen sich Wissen und Kenntnisse aneignen und ertragreich verwenden. Ihr Unternehmen profitiert davon. Die SKW Metallurgie ist mit solider Profitabilität im 1. Quartal 2013 gut gerüstet für die kommenden Quartale.

In Ihrem Privatleben lieben Sie Ihre 4 Kinder und Ihren Mann und genießen das neue Gewächshaus, das Sie sich geschenkt haben.


1 Es wurde 2007 von dem Personalexperten Heiner Thorborg initiiert und dient der Förderung von Frauen ins Top-Management. Namhafte Unternehmen fördern „Generation CEO“ finanziell.