Unternehmensgeschichte

150 Jahre Großbäckerei Mestemacher
1871 – 2021

Die 150 Jahre alte Großbäckerei Mestemacher ist Pionier ökologischer und sozialer Aktionen zur Förderung des ökologischen Landbaus, der Förderung der Gleichstellung sowie der Vereinbarkeit Beruf und Familie.

Das Familienunternehmen Mestemacher ist Weltmarktführer für Brotspezialitäten mit langer Genussfrische in ungeöffnetem Zustand.
Rasantes Wachstum über viele Jahre hat dazu
beigetragen, aus Mestemacher ein kerngesundes Unternehmen zu entwickeln, das auch in Zukunft ein wichtiger Marktteilnehmer in der Brot- und Backwarenbranche sein wird.

DIE ÄRA SOPHIE UND WILHELM MESTEMACHER

1871 – 1911

  • 1871

     

    Bäckereigründung

    durch Wilhelm Mestemacher.

  • In den folgenden Jahren

    Familiengründung

    Etwas später gründet er mit Sophie Mestemacher, geb. Wulfhorst, eine Familie. Sophie Mestemacher bringt in den nächsten Jahren neun Kinder zur Welt.

     

    In den folgenden Jahren

  • In den folgenden Jahren

     

    Westfälischer Pumpernickel wird in den nächsten Jahren zur Brot-Delikatesse

    Die Nachfrage nach Westfälischem Pumpernickel wächst an. Transport und Versand des fertig geschnittenen Pumpernickels über weite Distanzen wird mit der Entwicklung einer Pasteurisiermethode für Brot in Dosen möglich. Deshalb baut Wilhelm Mestemacher 1910 in Gütersloh, Am Anger 16, eine moderne Spezialbäckerei für Westfälischen Pumpernickel.

  • In den folgenden Jahren

    Kurz nach Inbetriebnahme der leistungsstarken Bäckerei stirbt Wilhelm Mestemacher.
    Seine Frau Sophie übernimmt nach Wilhelms Tod 1911 die Unternehmensführung.
    Sie modernisiert und investiert weiter.

     

    In den folgenden Jahren

DIE ÄRA WITWE SOPHIE MESTEMACHER, SOHN HEINRICH MESTEMACHER, SOHN PAUL UND SCHWIEGERTOCHTER KATHARINA MESTEMACHER, GEB. RICKLEFS

1911 – 1943

  • 1911

     

    Die 9-fache Mutter und Unternehmerin, Sophie Mestemacher, führt das Unternehmen durch die schwierige Zeit des 1. Weltkriegs.

  • Nach dem 1. Weltkrieg

    Sophie Mestemacher investiert und modernisiert ganz im Sinne ihres verstorbenen Mannes die Bäckerei weiter und verhilft dieser damit zu einem erneuten Umsatzwachstum. Die innovative Witwe wird Pionierin im Marketing.

     

    Nach dem 1. Weltkrieg

  • 1924

     

    1924 wird die kostspielige Eintragung des Warenzeichens Mestemacher beim Patentamt realisiert. Werbeinvestitionen fließen zur Verkaufsförderung erstmals in Werbeanzeigen.

  • 1936

    Sophie Mestemacher vermacht Anfang 1936 die Pumpernickelbäckerei ihren geschäftsführenden Söhnen Paul und Heinrich. Mestemacher wird zur OHG. Nach Pauls Tod 1936 wird seine Ehefrau Katharina, geb. Ricklefs, Gesellschafterin in der OHG. Der alleinige Geschäftsführer, Schwager Heinrich, stirbt 1943.

     

    1936

DIE ÄRA LORE SCHITTENHELM, GEB. MESTEMACHER, KLARA GRABEMANN, GEB. MESTEMACHER, ERNST MESTEMACHER UND WILLY SCHITTENHELM

1943-1985

  • 1943

     
    Der Sohn von Sophie Mestemacher, Ernst Mestemacher, technischer Direktor eines Berliner Maschinenbau-Unternehmens, lenkt für kurze
    Zeit die Geschäfte der führungslosen Pumpernickelfabrik aus der Ferne. Die 19-jährige Enkelin von Wilhelm und Sophie Mestemacher, Lore Mestemacher, wird nach ihrer Kaufmannsgehilfen-Prüfung im großelterlichen Betrieb nach Weisung ihres Onkels Ernst produktionstechnisch geschult.
    Klara Grabemann, geb. Mestemacher, stärkt die kriselnde Pumpernickel-Bäckerei mit Eigenkapital.
    Sie vererbt ihre OHG-Anteile an ihre Nichte Lore Mestemacher.
  • 1956

    1956 tritt der Hamburger Unternehmer der Lebensmittelbranche, Willy Schittenhelm, mit Lore Mestemacher in die Geschäftsführung ein.
    Beide heiraten kurz darauf. Zwei Söhne kommen zur Welt. Willy Schittenhelms Kenntnisse und Ideen beschleunigen die wirtschaftliche Aufwärtsbewegung des Unternehmens. Auch das Auslandsgeschäft entwickelt sich hervorragend. Mit 70 Jahren entscheidet sich das Unternehmerpaar gemeinsam mit den Söhnen, die die Nachfolge nicht antreten wollen, den Betrieb zu verkaufen.

    Das Unternehmer-Ehepaar Lore, geb. Mestemacher, und Willy Schittenhelm.

     

    1956

DIE ÄRA ALBERT UND FRITZ DETMERS

1985-1994

  • 1985

     

    Die Brotfabrik wird 1985 von den Brüdern Albert und Fritz Detmers gekauft, Besitzer einer ebenfalls traditionsreichen Bäckerei in Bielefeld-
    Jöllenbeck. Mit dem Kauf von Mestemacher verkaufen die Brüder die Großbäckerei Detmers an die damalige Liefergroßbäckerei Wendeln.
    Der Gütersloher Betrieb bildet nun den Schwerpunkt der Familienstämme Albert und Prof. Dr. Ulrike sowie Fritz und Helma Detmers.

  • 1985

    Mestemacher startet als Bio-Brot Pionier. Erstmals produziert Mestemacher Bio Roggenvollkornbrote sb-verpackt für das In- und Ausland.
    Mestemacher zählt seither zu den Avantgardisten, die den ökologischen Landbau fördern.

     

    1985

  • 1992

     

    Die Unternehmerehepaare Albert und Prof. Dr. Ulrike Detmers, geb. Weber, sowie Fritz und Helma Detmers, geb. Strehle, kaufen mit jeweils 50 % die seit 1876 existierende Modersohn‘s Mühlen- und Backbetrieb GmbH in Lippstadt.

DIE ÄRA ALBERT DETMERS,
PROF. DR. ULRIKE DETMERS,
FRITZ DETMERS

1994-heute

  • 1994-heute

     

    1994 intensiviert sich die langjährige unternehmerische Zusammenarbeit des Unternehmerpaares Albert und Prof. Dr. Ulrike Detmers.
    Gemeinsam mit Bruder und Schwager Fritz Detmers implementieren sie weitere Innovationen im Inneren und Äußeren des Unternehmens.
    Zusammen mit Helma Detmers, Mit-Gesellschafterin von Mestemacher, repräsentieren die Ehepaare eine moderne Unternehmensführung.
    Die Brot und Kunst-Edition, die Verpackungsneuheit „Panem et Artes“ wird mit Hilfe der Ur-Idee des Künstlers Ippazio Fracasso-Baacke
    aus der Taufe gehoben. Die Kunstwerke von Fracasso-Baacke werden vom Unternehmerpaar Albert und Ulrike gesammelt.
    Die Brot-Kunst-Schmuckdose macht jahrelang Furore. Jährlich wechselnde abgedruckte Malerei fördert die Sammelleidenschaft der Konsumenten.

    Weitere Wachstumstreiber der nächsten Jahre

    Weitere Produktinnovationen, Verbesserungen der Produktqualitäten, technische Innovationen, weitere Unternehmenskäufe, wie 2002 der Kauf der Aerzener Brot und Kuchen GmbH, und Werbe- und PR-Investitionen beflügeln stetiges Wachstum. Verstärkereffekte der Expansion erzeugen auch derAusbau der Kapazitäten sowie die Erweiterung des Produktportfolios um Tiefkühlkuchen, Knäckebrote, Müslis und internationale Brotspezialitäten wie Naan-Brot, Pita, Wraps in Bio und konventioneller Qualität, Focaccia und Bio Dinkel Toastbrot sowie Bio Weizen Vollkorn Toastbrot.
    Die lifestyle-bakery genießt internationales Ansehen und Nachfragewachstum.

  • 2000

    Der Claim „Mestemacher – the lifestyle-bakery“ ist geboren

    Der Grundstein für die neue Firmenkultur wird 2000 mit dem Claim Mestemacher – the lifestylebakery gelegt. 2000 evolutioniert Mestemacher avantgardistische Gleichstellungsaktionen. 2001 wird der Mestemacher „KITA-Preis“ aus der Taufe gehoben. 2002 verleiht Mestemacher zum ersten Mal den „MESTEMACHER PREIS MANAGERIN DES JAHRES“. 2004 wird die erste Auflage des „Mestemacher Frauenkalenders“ editiert. 2006 verleiht das Unternehmen erstmals den „Mestemacher Preis Spitzenvater des Jahres“. Den „Mestemacher Preis GEMEINSAM LEBEN“ verleiht das Unternehmen seit 2017.

     

    2000

  • 2020

     

    2020 erzielt die Großbäckerei-Gruppe Mestemacher einen Netto-Umsatzrekord von 16 % mit hygienisch verpackten, ungeöffnet lang haltbaren Brot-Spezialitäten. Der Netto-Umsatz der Gruppe beträgt 147,4 Mio. Euro. 2020 hat das Familienunternehmen 3,9 Mio. Euro langfristig investiert. Die Investitionen bringen weitere Vorteile für Produktqualitäten, Automatisierung, Rationalisierung, Kapazitätserweiterung sowie Humanisierung der Arbeit. Die Firmengruppe beschäftigt insgesamt 649 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Exportanteil beträgt rund 34 %. 77 % der Exportumsätze werden in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union erzielt. 16 % Ausfuhrmenge verkauft Mestemacher an Drittländer. 7 % sb-verpackte Brote und Backwaren liefert Mestemacher in europäische Länder außerhalb der EU.

    v.l.n.r.: Fritz Detmers, Albert Detmers, Helma Detmers und Prof. Dr. Ulrike Detmers

Mestemacher Geschichte vom Ursprungsbetrieb 1871

bis zum Unternehmenskauf durch die Familien Detmers 1985