MESTEMACHER PREIS MANAGERIN DES JAHRES

Hintergründe zum Preis

von Prof. Dr. Ulrike Detmers,
Initiatorin und Vorsitzende der Auswahlkommission

Welche Motive liegen der Initiative zugrunde?

Wirtschaftsfachleute sind sich einig: Mit der weiblichen Elite stärkt die Wirtschaft im internationalen Wettbewerb ihre Wettbewerbskraft. Das Know-How und das Potential weiblicher Fach- und Führungskräfte müssen genutzt werden, um in der strategischen Spitze wie in der Linie geschlechtlich gemischte Leistungsteams zu positionieren. Die Erschließung professioneller Kompetenzen von Frauen wie Männern erweitert die strategisch-taktische Entscheidungsbasis in den Unternehmen.

Welche Ziele gibt es zum MESTEMACHER PREIS MANAGERIN DES JAHRES?

Zu den Zielen dieser Aktion, die im Jahr 2002 aus der Taufe gehoben wurde, zählen die

  • Herausstellung wirtschaftlicher Kompetenz von Wirtschaftsfachfrauen in der Männerwelt Wirtschaft
  • Förderung einer wirtschaftlichen Kultur, die Frauen und Männer gemeinsam gestalten
  • Präsentation weiblicher Leitbilder für weibliche Nachwuchsmanagerinnen

In der Männerwelt Wirtschaft sollen kompetente Managerinnen herausgestellt werden, die eingefahrene Vorstellungen über weibliche Eigenschaften widerlegen. Diese Frauen sind durchsetzungsfähig und ertragsorientiert. Sie dienen Nachwuchsmanagerinnen als Vorbilder.

Welche Philosophie steht hinter dem MESTEMACHER PREIS MANAGERIN DES JAHRES?

Der Preis orientiert sich an den Prinzipien des Gender Mainstreaming. Sowohl auf europäischer Ebene als auch in der Bundespolitik der Bundesrepublik Deutschland setzt Gender Mainstreaming auf die systematische Einbeziehung beider Geschlechter in die Gestaltung aller Strukturbereiche menschlicher Existenz. Insbesondere geht es um die Förderung geschlechtlicher Parität bei der Spitzenbesetzung von Positionen in Politik und Wirtschaft.

Wie ist das Anforderungsprofil der Preisträgerin?

Das Anforderungsprofil an die MANAGERIN DES JAHRES beinhaltet die Qualität der Berufsbiografie sowie das Engagement für die Gleichstellung von Mann und Frau. Die personenorientierten Kriterien zur Auswahl orientieren sich außerdem am Konzept Work-Life-Balance: Die Preisträgerin soll nicht nur in ihrer beruflichen Rolle Herausragendes leisten, sondern nach Harmonisierung von Beruf, Familie, Freizeit und Lebensqualität streben und in diesem Sinne ein Vorbild sein.

Wie setzt sich die Auswahlkommission zusammen?

Die Preisträgerin wird von einer Auswahlkommission bestimmt. Mitglieder der Kommission sind (von links nach rechts):

PROF. DR. ULRIKE DETMERS
Initiatorin und Vorsitzende der Auswahlkommission.

GABRIELE FÖRSTER
Verlagsleiterin Westfalen-Blatt, Vereinigte Zeitungsverlage GmbH. Geschäftsführerin Panorama, Print & Picture, Busse Verlag, BusseCollection Bielefeld. Nach der Ausbildung zur Werbefachfrau folgte ein abgeschlossenes BWL-Studium mit Fachrichtung Marketing. Seit 1976 beim Westfalen-Blatt, ab 1981 in leitender Position. Im Verlagswesen liegt ihr besonders die Ausbildung am Herzen verbunden mit der Förderung der jungen Menschen. Obwohl nicht unbedingt Befürworterin der Frauenquote unterstützt sie vehement das Weiterkommen der weiblichen Mitarbeiterinnen im Verlagswesen. Unter ihrer Leitung haben sich die Einstellungen im Verlagswesen verdreifacht. Credo: Frauen arbeiten nicht unbedingt besser aber anders als Männer. Intuitive, gradlinige, faire, offene und emotionale Eigenschaften müssen Unternehmen und damit auch die Wirtschaft ausnutzen. Dann werden Frauen auch die Welt retten.

ANDREA STEGEN
Seit 2013 geschäftsführender Gesellschafter der DeWi Back-Gruppe. Der Brot- und Backwarenexperte war in der Zeit von 2001 bis 2012 Vorsitzender der Geschäftsführung der Hiestand Holding Deutschland und von 2005 bis 2012 Konzernleitung Hiestand International.

ANGELA WISKEN
Angela Wisken ist Sprecherin der Geschäftsführung des Deutschen Fachverlags in Frankfurt am Main. Die dfv Mediengruppe gehört mit einem Umsatz von rund 145 Mio. Euro zu den größten konzernunabhängigen Fachmedienunternehmen in Deutschland und Europa. Einschließlich der Tochtergesellschaften veröffentlicht der dfv über 90 Zeitschriften und digitale Angebote, ergänzt durch ein breites Spektrum an Branchenveranstaltungen. Wisken, langjährige Chefredakteurin der Lebensmittel Zeitung, ist in der dfv Geschäftsführung seit 2012 verantwortlich für die publizistische Grundausrichtung der Titel-Gruppen Lebensmittel Zeitung, TextilWirtschaft und Horizont sowie für die Entwicklung digitaler Medienangebote.

BARBARA ULREICH
Seit 2005 Geschäftsführerin des hessischen Dachverbandes Weiterbildung Hessen e.V. Langjährige Führungserfahrung in der Wirtschaft und im Bildungswesen, von 1995 bis 2005 Geschäftsführerin der IHK Frankfurt am Main und der Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs, dort Initiatorin des Projektes „FrauenMachtKarriere®“. Mitglied im Förderkreis des Cornelia Goethe Centrums für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse an der Goethe Universität Frankfurt am Main, Mitglied im Deutschen Akademikerinnenbund e.V., Mitglied in der Wirtschaftspolitischen Gesellschaft von 1947 e.V.

DR. MARGARITA TCHOUVAKHINA
Frau Dr. Tchouvakhina arbeitet als Abteilungsdirektorin in der volkswirtschaftlichen Abteilung der KfW Bankengruppe und ist für die Trendanalysen und Evaluationen zuständig. Sie ist eine ausgewiesene Gründungs-, Mittelstands- und Finanzierungsexpertin. Sie ist Diplom-Ökonomin (RUS) und Diplom-Kauffrau, als gebürtige Russin studierte und promovierte sie an der Moskauer Lomonossow-Universität und an der Universität Köln. Sie ist Gastprofessorin für Personalführung und Coaching an der Wirtschaftsakademie Bukarest.


Wer ist die Initiatorin des Preises?

Die Initiatorin des MESTEMACHER PREISES MANAGERIN DES JAHRES ist Dr. Ulrike Detmers, hauptamtliche Professorin im Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit an der Fachhochschule Bielefeld. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Forschungsprojekte über Frauen in der Wirtschaft. Sie ist Herausgeberin der Buchreihe „Frau und Beruf“ im LIT Verlag, Münster.

Als Mitgesellschafterin der Mestemacher-Gruppe sowie als Leiterin der Ressorts Zentrales Markenmanagement und Social Marketing, hat sie die Entwicklung der Unternehmensgruppe aktiv mitgestaltet. Sie ist unter anderem Initiatorin und Motor zahlreicher Social Marketing Projekte des mittelständischen Familienunternehmens.

Dazu gehören das 1994 ins Leben gerufene Projekt PANEM ET ARTES, ein Angebot an Künstler, Brotdosen zu gestalten, sowie der mit 16.750 Euro dotierte KITA-PREIS. Dieser Preis zeichnet Kindertagesstätten für das Bemühen um geschlechterdemokratische Erziehung und für die Unterstützung der Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus. Seit 2006 wird der mit zweimal 5.000 Euro ausgestaltete Mestemacher Preis Spitzenvater des Jahres vergeben. Mit der inzwischen 7. Edition des Mestemacher Frauenkalenders würdigt das Unternehmen unter anderem herausragende Frauen des 20. und 21. Jahrhunderts.

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