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26.09.2013

Auszeichnung: Mestemacher KITA-Preis für Kindertagesstätten aus Mönchengladbach

  1. Familienunternehmen Mestemacher fördert bereits zum 12. Mal Kindertagesstätten mit 16.750 Euro – in diesem Jahr in Mönchengladbach.
    „Kindertagesstätten und Horte fördern Kinder und Wirtschaft“

a) Zusammenfassung

b) Zur Entstehungsgeschichte

c) Zu den Zielen

d) Zur Methode

e) Zu den Preisen

f) Zu den SiegerKITAs in Mönchengladbach

a) Zusammenfassung

Wirtschaftsprofessorin an der FH Bielefeld, Unternehmerin und Initiatorin Prof. Dr. Ulrike Detmers lobt die Siegerkindertagesstätten für deren langjähriges Engagement für Vereinbarkeit von Familie und Beruf, geschlechterdemokratische Erziehung sowie Diversity-Erziehung zur sozialen Integration. Hohe Bedeutung von Kindertagesstätten für die Wirtschaftskraft Deutschlands. Wissenschaftlicher Förderpreis für Kindertagesstätten wird am Donnerstag, 26. September 2013, erstmals in Mönchengladbach vergeben.

Gütersloh/Mönchengladbach 26.09.2013: Die deutsche Wirtschaft wird in den kommenden Jahren vor einer Reihe von Problemen stehen. Der Rückgang der Geburtenquote lässt unsere Sozialversicherungssysteme immer brüchiger werden. Experten sagen zudem einen Fachkräftemangel sowie allgemein eine Verknappung des Erwerbspersonenpotentials voraus. „Entwicklungen, denen auch das Spitzenmanagement der Wirtschaft und andere Top-Entscheider durch mehr Engagement für erwerbstätige Eltern entgegenwirken sollten“, fordert die Initiatorin des Mestemacher KITA-Preises, Prof. Dr. Ulrike Detmers. Ulrike Detmers ist Gesellschafterin und Mitglied der Geschäftsführung der 1871 gegründeten Vollkorn- und Pumpernickelbäckerei Mestemacher in Gütersloh. Ihr Mann Albert Detmers und dessen Bruder Fritz Detmers sind geschäftsführende Gesellschafter in der Mestemacher-Gruppe. Deutschlands Standortattraktivität hängt im internationalen Wettbewerb auch von qualifizierter Ganztagskinderbetreuung ab. Die Anziehungskraft Deutschlands ist jedoch gegenüber Skandinavien und Frankreich im Hinblick auf die Kinderbetreuung (noch) vergleichsweise gering.
Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf seitens der Arbeitgeber zu fördern, hat die Unternehmerin und Wirtschaftsprofessorin Detmers bereits vor zwölf Jahren den hoch dotierten Mestemacher KITA-Preis ins Leben gerufen. Das Preisgeld beträgt jährlich üblicherweise 16.750 Euro. Der viel beachtete Preis zeichnet seit 2001 vorbildliche Kindertagesstätten in einer anderen Region Deutschlands aus.

Ein Blick nach Norwegen oder Frankreich zeigt, dass durch ein flächendeckendes Angebot an qualifizierter Kinderbetreuung nicht nur die Erwerbsquote unter Frauen zunimmt, sondern gleichzeitig auch die Geburtenrate steigt. Neben dem Nutzen für den Wohlstand Deutschlands will das Benefizprojekt auch auf den sozialen Wert von Kindertagesstätten aufmerksam machen. „In unserer Gesellschaft muss sich etwas in unseren Köpfen verändern. Die Vorstellung, dass Fremdbetreuung für Kinder schädlich ist, ist in West-Deutschland leider immer noch weit verbreitet. Dabei haben wissenschaftliche Studien dieses Vorurteil längst widerlegt“, berichtet die Unternehmerin.

Der Mestemacher KITA-Preis wird dieses Jahr am 26. September in Mönchengladbach vergeben. Alle Kindertagesstätten im Raum Mönchengladbach konnten sich bis zum 28. Februar 2013 für den wissenschaftlichen Förderpreis bewerben.

b) Zur Entstehungsgeschichte des Preises

Im Jahr 2000 wurde Prof. Dr. Ulrike Detmers Studie über die Erfolgsfaktoren von Unternehmerinnen großer und mittlerer Unternehmen veröffentlicht. Drei Jahre vorher war ihr Enkelsohn Adrian Detmers zur Welt gekommen. Was verbinden die Publikation einer wissenschaftlichen Untersuchung sowie die Geburt des Enkels miteinander? Erkenntnisse und Erfahrungen, die Berufstätige, insbesondere Frauen mit Kindern, auszeichnen und zwar im Hinblick auf die Vereinbarung von Beruf und Familie.

„Vom Versuch, ein Geschäft aufzubauen, und gleichzeitig eine Familie zu unterhalten“ so lautete der Titel eines Erfahrungsberichts einer Gruppe amerikanischer Frauen, die sich selbständig gemacht haben und die Kinder und Familie ernähren. Der Artikel ist am 25. Juni 2012 in der New York Times erschienen. Weltweit wird es Frauen besonders schwer gemacht, Berufstätigkeit und Familienleitung unter einen Hut zu bringen. Die Unternehmerinnen oben genannter Studie von Detmers konnten diese Herausforderungen nur managen, weil sie auf familienergänzende Unterstützung wie Kitas, Horte, angestellte Haushaltshilfen usw. zurückgreifen konnten.
Dank guter Krippenplätze, Kindertagesstätten, Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag, der Hilfe der eigenen Mutter wie des Ehemannes war auch für Ulrike Detmers die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Familie möglich. Diese optimale Situation war auch vorhanden, als ihre Tochter ihren heute 16-jährigen Sohn bekam. Die Tochter beendete ihre Schule und absolvierte anschließend ihr Studium.

Zusammengefasst ist die Erfindung des Mestemacher KITA-Preises auf wissenschaftliche Erkenntnisse von Detmers und ihre persönlichen Erfahrungen zurückzuführen. Ihre Idee von damals beschreibt sie folgendermaßen: “Wir wollen als Arbeitgeber mit dem Mestemacher KITA-Preis hervorragende Erziehungs- und Betreuungsarbeit fördern. Einmal jährlich wird die Auszeichnung an zehn vorbildliche Einrichtungen einer ausgewählten Stadt vergeben. Privat oder öffentlich getragen – um den Mestemacher KITA-Preis kann sich jede Kindertagesstätte bewerben.“

Bei einem Waldsparziergang schildert Detmers ihrem Mann Albert Detmers die Konzeption und bittet um seine Unterstützung bei der praktischen Umsetzung. Albert Detmers findet die Erfindung interessant und ermuntert seine Frau, zur Tat zu schreiten. Gestiftet wird das üblicherweise mit 16.750 Euro dotierte Förderprojekt von der Gütersloher Vollkornbäckerei Mestemacher.

Im Jahr 2001 wurde der Mestemacher KITA-Preis zum ersten Mal an Kindertagesstätten in Ostwestfalen vergeben. Es folgten die Städte Hamburg (2002), Berlin (2003), Köln (2004), München (2005), Leipzig (2006), Düsseldorf (2007), Frankfurt (2008), Stuttgart (2009), Leipzig (2010), Mannheim (2011) und Nürnberg (2012).

Am Donnerstag, 26. September 2013 wird der Mestemacher KITA-Preis zum 12. Mal vergeben und zwar an SpitzenKITAs aus Mönchengladbach.

c) Zu den Zielen

Ziel Nr. 1
Förderung einer geschlechterdemokratischen Erziehung

Bereits in Kindertageseinrichtungen sollte Talentförderung im Vordergrund stehen und nicht das Anerziehen traditioneller Rollenmuster. Deshalb sollten bereits Erziehungs- und Sozialisationsprozesse für Kinder im Vorschulalter so gestaltet werden, dass geschlechterdemokratisches Verhalten gefördert wird. Dazu zählt die Sensibilisierung dafür, Geschlechterrollenstereotype kritisch zu hinterfragen.

Ziel Nr. 2
Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Deutschland braucht ein weitaus größeres Angebot an qualifizierten Ganztagsbetreuungen für Kinder. Denn als Wissensgesellschaft kann Deutschland es sich nicht leisten, die Kompetenz der Frauen ungenutzt zu lassen. Sonst verliert die Exportnation den wirtschaftlichen Anschluss an Länder wie beispielsweise die USA oder nordeuropäische Staaten. Die Nordeuropäer haben schon jetzt eine fast gleich hohe Erwerbstätigenquote von Männern und Frauen durch ihr breites Angebot an Ganztagsbetreuung. Mit dem Mestemacher KITA-Preis werden Kindertagesstätten prämiert mit einem Angebot langer Öffnungszeiten, Sonderöffnungszeiten z. B. in den Ferien und abweichenden Öffnungszeiten an bestimmten Tagen der Woche. Von hoher Relevanz ist die Anzahl der Plätze bezogen auf Krippen-, Kita- und Hortplätze. Die maximale Betreuungsdauer, die Personalausstattung und die Qualifikation der Fach- und Führungskräfte in Kindertageseinrichtungen werden ebenfalls in die Bewertung einbezogen.

Ziel Nr. 3
Würdigung der pädagogischen Arbeit des Personals

Mit dem Mestemacher KITA-Preis wird die wertvolle Betreuung, Bildung und Erziehung durch pädagogische Experten ins rechte Licht gerückt. Unter anderem sollen männliche Erzieher stärker heranwachsenden Jungs als Vorbilder dienen. Darüber hinaus sollten geschlechtlich gemischte Erzieherteams die KITA-Kultur prägen.

Ziel Nr. 4
Ehrung des Engagements der Erzieherinnen

In der deutschen Gesellschaft sollte die pädagogische Leistung der Erzieherinnen und Erzieher sehr viel stärker gewürdigt werden. Die Würdigung der Leistungen dieser Berufsgruppe fördert das Vertrauen von Eltern in Kinderkrippen, Kitas und Horte.

d) Zu der Methode

Der Mestemacher KITA-Preis wird einmal pro Jahr an SiegerKITAs einer ausgewählten Stadt oder Region vergeben. Die Ausschreibung des Preises wird veröffentlicht in ausgewählten Tageszeitungen, Fachzeitschriften und auf der Website www.kita-preis.de sowie www.mestemacher.de.
Interessierte Kitas fordern bei der Initiatorin und Leiterin, Prof. Dr. Ulrike Detmers, die Bewerbungsunterlagen an. Zudem werden alle Kindertagesstätten in der Stadt oder der Region angeschrieben und auf die Preisausschreibung hingewiesen.

Als Bewerbungsunterlage dient ein umfangreicher Fragebogen, den Detmers in Zusammenarbeit mit einer Expertin 2000 ausgearbeitet hat. Mit einem wissenschaftlichen Punkteschema wird die Bewertung der Antworten der Kindertagesstätten vorgenommen. Die erreichten Gesamtpunkte bestimmen dann den vorläufigen Rang der Kita. Prof. Dr. Detmers besucht vor der Siegerehrung die Kindertagesstätten, die nach Punkten vorn liegen, und verschafft sich bei dem Besuch einen persönlichen Eindruck von der Kindertagesstätte. Anschließend wird die endgültige Reihenfolge festgelegt.

Der Fragebogen gliedert sich in folgende Fragebereiche:

A Rahmenbedingungen

    1. Öffnungszeiten und Anzahl der Plätze in der Einrichtung
    1. Personal
    1. Fort- und Weiterbildung der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
    1. Das pädagogische Team der Kindertageseinrichtung
    1. Finanzen der Kindertageseinrichtung
    1. Räumlichkeiten und Ausstattung der Kindertageseinrichtung
  1. Arbeitsbedingungen und -zufriedenheit der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

B Qualität der pädagogischen Arbeit

    1. Das pädagogische Konzept der Einrichtung
    1. Umsetzung des pädagogischen Konzeptes
    1. Orientierung am einzelnen Kind
  1. Aktivitäten und Angebote

C Geschlechterdemokratie in Familie und Beruf

D Elternarbeit

E Qualitätsentwicklung und -konzept

F Demokratische Erziehung und Bildung von Kindern

G Unterstützung geschlechterdemokratischer Partnerschaften in Beruf und Familie

H Visionen für die Kindertageseinrichtung

e) Zu den Preisen

Der Mestemacher KITA-Preis ist jährlich mit insgesamt 16.750 Euro dotiert.

Im Jahr 2011 schüttete das Stifterunternehmen 18.000 Euro aus. Der Grund: Das 140-jährige Firmenjubiläum von Mestemacher.

Das reguläre Preisgeld verteilt sich folgendermaßen:

1. Platz:
7.500 €
2. Platz:
5.000 €
3. Platz:
2.500 €
4.-10. Platz:
jeweils 250 €

f) Zu den Siegerkitas

SIEGER KITA-PREIS 2012/2013 IN MÖNCHENGLADBACH

1. Platz

Preisgeld: 7.500 Euro

Kindertagesstätte Villa Kunterbunt MG
Kita in MG e.V.
Leiterin Angelika Sieben
Schlossstrasse 165
41238 Mönchengladbach

In der Villa Kunterbunt, deren Team von Angelika Sieben geleitet wird, stehen 33 Ganztagsplätze an den Werktagen in der Zeit von 7.00 Uhr bis 16.30 Uhr zur Verfügung. In der Krippengruppe werden 10 Kinder von 0 bis 3 Jahre betreut. In der Kindertagesstättengruppe 23 Kinder im Alter von 2 – 6 Jahre. Seit 1989 ist ein Erzieher in der Einrichtung tätig. Die Villa Kunterbunt zählt zu den Wegbereitern der Beschäftigung männlichen Betreuungspersonals und würde gern weitere Erzieher einstellen. “In der Erziehung sollten weibliche und männliche Kompetenz in der Balance sein“, betont Angelika Sieben. Sie würde gern den Anteil männlicher Erzieher erhöhen, was wegen des geringen Angebots schwierig ist. So bemüht sich die Einrichtung aktiv darum, mehr Männer als Erzieher einzustellen. In der Einrichtung gibt es keine klassische Puppenecke oder Konstruktionsecke. Traditionelle Rollenmuster von Mädchen und Jungen werden in der Villa Kunterbunt eher nicht thematisiert, dafür gelegentlich Themen interkulturellen Zusammenlebens. Geschlechterdemokratische Verhaltensweisen werden in der Kita ebenfalls eher nicht reflektiert, da es keine räumlich bezogen geschlechterspezifischen Lebenswelten in der Einrichtung gibt. Gleiche Entfaltungsmöglichkeiten für alle prägen das pädagogische Ansinnen.
Spielmaterialien werden auf den Aspekt geprüft, ob diese typische Geschlechterrollen oder geschlechtsspezifisches Verhalten vermitteln.
Dieser Aspekt ist dem Team um Angelika Sieben besonders wichtig, weil es zwischen Männern und Frauen zu einem gleichberechtigten Miteinander kommt sollte, wo jeder die Fähigkeiten des anderen anerkennt. Zu den Visionen gehört es, durch mehr Finanzkraft den Anteil der Krippenplätze zu steigern, ohne in der Qualität nachzulassen.

2. Platz

Preisgeld: 5.000 Euro

Kinder- und Familienzentrum Pfiffikus
Mumm e.V.
Leiterin Samira Rippegather
Wilhelm-Elfes-Straße 27
41065 Mönchengladbach

Das Kinder- und Familienzentrum Pfiffikus ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und für passgenaue Betreuungsangebote einsetzt. Dabei richtet sich das Augenmerk auch auf Frauen, die trotz Kinder berufstätig sein wollen, die in den Beruf nach längerer Zeit des Aussetzens wieder zurückkehren wollen oder die alleinerziehend sind.

Die Einrichtung hat von 7.00. – 16.30 Uhr geöffnet. Die Kita bietet auch bei Bedarf Sonderöffnungszeiten an. Damit werden besonders berufstätig Eltern entlastet, die z. B. in einer besonderen Lage Hilfe bei der Kinderbetreuung brauchen.

Insgesamt bietet Pfiffikus 74 Ganztagsplätze an. Die Einrichtung bemüht sich aktiv darum, Erzieher einzustellen, weil “es kaum noch die klassische Familie gibt. Patchworkfamilien oder Alleinerziehende sind in der Zeit, in der wir leben, viel häufiger anzutreffen. So wachsen immer mehr Kinder männerlos auf“, heißt es in der Begründung.
In der Kita arbeiten eine männliche pädagogische Hilfskraft und zwei Praktikanten. Auch in dieser Kita gibt es keine klassischen Mädchen- oder Jungenbereiche. Es gibt Funktionsräume, die von allen Kindern entsprechenden Alters frequentiert werden. Traditionelle Rollenmuster werden gelegentlich zum Thema gemacht. Interkulturelle Themen dagegen häufiger, wegen der interkulturellen Zusammensetzung. Zukünftig würden Frau Rippegather und ihr Team gern noch stärker flexibilisieren, z. B bei den Öffnungszeiten und der Vergabe von Kita-Plätzen.

3. Platz

Preisgeld: 3.000 Euro

Kindertagesstätte Glühwürmchen
Kita in MG e.V.
Leiterin Angela Kuchta
Albertusstraße 56
41061 Mönchengladbach

Die Kindertagesstätte Glühwürmchen in der Albertusstraße 56 stellt 33 Ganztagsplätze bereit. In der Altersgruppe von 3 Jahren werden 15 Kinder betreut. Kinder von 3 bis 6 beziehungsweise 7 Jahren gibt es 18, das macht zusammen 33 Sprösslinge. Die maximale Betreuungsdauer für jede Altersgruppe, die täglich genutzt werden kann, umfasst 8,5 Stunden. Seit dem 01.08.2011 beschäftigt die Kindertagesstätte einen männlichen Erzieher. Auch diese Kindertagesstätte bemüht sich aktiv darum männliche Erzieher einzustellen und hält es für sehr wichtig das Kinder männliche Erzieher in der Einrichtung erfahren. Die Einrichtung verfügt über verschiedene Bereiche, wie eine Puppenecke, eine Bauecke, eine Werkstatt sowie ein Atelier. Angestrebt wird von den Fachkräften, dass Jungen wie Mädchen die Bereiche gleichermaßen nutzen. Traditionelle Rollenmuster von Mädchen und Jungen sollen aufgebrochen werden unter anderem auch durch die männliche Fachkraft. Zu den Visionen der Kindertageseinrichtung gehören unter anderem die Erweiterung der Öffnungszeiten nach Bedarf sowie die intensivere Wahrnehmung der Bedürfnisse der Familien.

4. Platz

Preisgeld: 1.250 Euro

Ev. Integrative Bewegungskita Zwergenburg
Evangelische Kirchengemeinde Rheydt
Leiterin Monika Bodden
Welfenstraße 10
41238 Mönchengladbach

Die Kindertagesstätte Zwergenburg charakterisieren Kernöffnungszeiten von 7:15 Uhr bis 16:15 Uhr. Welche Plätze stehen in der Einrichtung zur Verfügung? Vor- und Nachmittagsplätze 10, Ganztagsplätze 25. Unter drei Jahren beträgt die maximale Betreuungsdauer 7 Stunden und in der Altersgruppe drei bis sechs beziehungsweise sieben Jahren 9 Stunden. Die Kindertageseinrichtung bemüht sich aktiv Männer als Erzieher einzustellen, denn, so die Begründung: „Männer sind für die Kinder andere Motivatoren und Bezugspersonen als Frauen, und erweitern durch ihren anderen Blickwinkel die pädagogische Arbeit.“
Das knappe Angebot männlicher Erzieher hat es bisher nicht möglich gemacht, dass die Zwergenburg einen Mann als Erzieher einstellen konnte. Die Kindertagesstätte mit ihrem Team um Frau Bodden, der Leiterin der Kindertagesstätte, wünscht sich, dass in Zukunft mehr Männer den Erzieherberuf wählen.

Alle Kindertagesstätten in Mönchengladbach, die sich um den KITA-Preis beworben haben, kennzeichnet eine hervorragende Beschaffenheit beim Personal, der Fort- und Weiterbildung der pädagogischen Fach- und Führungskräfte, dem pädagogischen Team, der Arbeitszufriedenheit, der Qualität der pädagogischen Arbeit, der Geschlechterdemokratie in Familie und Beruf, der Elternarbeit, der Qualitätsentwicklung, der demokratischen Erziehung und Bildung von Kindern. Hier sind die Punktabstände wirklich gering. Und: Das ist auch gut so!, denn die Eltern wollen natürlich, dass die Qualität ihrer Betreuungseinrichtung gut ist.